Amateurfunkstation
24 Mar

Amateurfunkstation

Funkkommunikationsmittel spielten während des Zweiten Weltkriegs eine entscheidende Rolle. Besonders während der Operation Bluecoat ermöglichte der Funk – wenn auch mit gewissen Schwierigkeiten – die Meldung über die Entdeckung der berühmten Brücke über den Souleuvre, die unversehrt und unbewacht gefunden wurde. Hier ist die Originalnachricht:

"At 10.35 hours the bridge at 637436 is clear of enemy and still intact. I say again, at 10.35 hours the bridge at 637436 is clear of enemy and still intact."

Um diesen Teil der Geschichte zu veranschaulichen, richtete das Museum 2017 eine Amateurfunkstation mit dem offiziellen Rufzeichen F4KKE ein.

Ihr Ziel ist es, Aktivitäten rund um die militärische Funkkommunikation jener Zeit zu organisieren, die während des Krieges eingesetzten Übertragungsmethoden vorzustellen und Interessierten zu helfen, die Welt des Funks besser zu verstehen. Es können auch Vorbereitungskurse für die Amateurfunkprüfung angeboten werden.

Die Station nimmt aktiv an verschiedenen Amateurfunkwettbewerben teil, wie der Weltmeisterschaft und der Französischen Meisterschaft, und erzielt dabei beachtliche Ergebnisse.

Darüber hinaus werden regelmäßig spezielle Rufzeichen, die von den Behörden vergeben werden, bei Gedenkveranstaltungen oder Ereignissen im Zusammenhang mit der Schlacht um die Normandie verwendet.

So haben wir im Jahr 2020 über zweitausend Funkverbindungen mit Ländern auf der ganzen Welt hergestellt, anlässlich des Jahrestages des Appells vom 18. Juni 1940 von General de Gaulle, mit dem Sonderrufzeichen TM80CDG.

Während unseres jährlichen Befreiungsfestes betreiben wir jedes Jahr eine Amateurfunkstation. TM11AD, TM80SMB, TM81SM und andere Rufzeichen haben dabei mehrere tausend Kontakte in alle Welt hergestellt und so zum internationalen Ansehen des Musée de La Percée du Bocage beigetragen.

Operation Bluecoat

Schlüsselpunkte

Kontext
Zeitraum: 30. Juli – 7. August 1944, während der Schlacht in der Normandie.
Ziel: Sicherung der Kreuzung bei Vire und der Höhen des Mont Pinçon.
Beteiligte Kräfte: VIII. und XXX. Korps der britischen 2. Armee (General Miles Dempsey).
• Die Operation sollte den amerikanischen Erfolg der Operation Cobra ausnutzen und den Rückzug der 2. Panzerdivision ausgleichen, die dort eingesetzt war.

Alliierte Vorbereitungen
Neuaufteilung der Sektoren: Die Briten ersetzten das US V. Korps in einem schwach verteidigten Abschnitt.
Verlegte Kräfte: Das VIII. Korps, mit der 7., 11. und Guards Panzerdivision, sammelte sich bei Caumont.
Vorverlegter Zeitplan: Der ursprünglich für den 2. August vorgesehene Angriff begann früher wegen der schnellen Frontentwicklung.

Deutsche Vorbereitungen
• Die 2. Panzerdivision wurde abgezogen und durch die 326. Infanteriedivision auf einer 16 km langen Front ersetzt.
• Befestigte Stellungen im normannischen Bocage mit Minen, Schützengräben und gut getarnten Positionen.

Britischer Plan
XXX. Korps: Hauptangriff mit der 43. (Wessex) und 50. (Northumbrian) Division.
VIII. Korps: rechte Flanke, mit der 15. (Scottish) und der 11. Panzerdivision zur Ausnutzung eines möglichen Durchbruchs.
Luftvorbereitung: massiver Angriff mit über 1.000 Bombern, da Artillerie fehlte.

Verlauf der Schlacht
Schwierige Bedingungen: dichter Nebel, schlechte Sicht, begrenzte Luftunterstützung.
• Die Bombardierungen richteten bei den Deutschen nur geringe materielle Schäden an.
• Trotz Minen und Bocage-Hindernissen rückten die Briten am ersten Tag etwa 8 km vor.
• Die 11. Panzerdivision entdeckte eine unverteidigte Brücke („Dickie’s Bridge“) und erzielte dadurch einen raschen Durchbruch.
• Am 2. August erreichten sie 8 km vor Vire, wurden jedoch durch mangelnde Koordination zwischen den Korps gebremst.
Deutsche Gegenangriffe: Verstärkungen durch die 3. Fallschirmjägerdivision und die 9. SS-Panzerdivision.
Führungswechsel: Bucknall (XXX. Korps) und Erskine (7. Panzerdivision) wurden abgelöst.
• Mont Pinçon wurde am 6. August von der 43. Division und den 13th/18th Royal Hussars eingenommen; Vire in derselben Nacht von den Amerikanern erobert.

Ergebnis und Folgen
Strategisches Resultat:

  • Bindung der deutschen Panzerkräfte an der britischen Front.
  • Schwächung der deutschen Divisionen und Verhinderung ihrer Konzentration für die Operation Lüttich.
  • Unterstützung des alliierten Durchbruchs und Vorbereitung der Einkesselung von Falaise.
    Britische Verluste: 5.114 Mann beim VIII. Korps.

Die Operation Bluecoat war somit ein entscheidender britischer Angriff, der den amerikanischen Durchbruch unterstützte, die deutsche Verteidigung störte und den Weg zur Einkesselung von Falaise ebnete.

Planen Sie Ihren Besuch

 

Öffnungszeiten und Saison

Das Museum der Durchbruchsschlacht in der Bocage heißt Besucher an allen Wochenenden und Feiertagen von April bis September willkommen und ist täglich geöffnet (außer an nicht-feiertägigen Montagen) im Juli und August.
Die genauen Öffnungsdaten finden Sie auf der Startseite. Private Führungen können auf Anfrage auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten organisiert werden.

Öffnungszeiten

Sofern keine Sonderveranstaltungen stattfinden, ist das Museum von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Die Kasse schließt um 16:15 Uhr, da die Audioguide‑Tour etwa 45 Minuten dauert.

Eintrittspreise

  • Erwachsene: 6 €
  • Kinder (6–18 Jahre): 2 € — frei für Kinder unter 6 Jahren
  • Schulgruppen: kostenlos (mit Reservierung)
  • Gruppen: 4 € pro Person — frei für Fahrer und Gruppenleiter

Zahlungsmöglichkeiten

Sie können mit Bargeld, Scheck oder Kredit‑/Bankkarte bezahlen.

Ihr Besuch

Erleben Sie die Chronologie der Schlacht in einer eindrucksvollen Ton‑ und Lichtinszenierung. Die Tour ist in Französisch oder Englisch verfügbar (nach Wahl) und dauert etwa 45 Minuten.

Falls bereits eine Tour im Gange ist, bitten wir Sie, bis zum Ende der vorherigen Führung zu warten. Unser Team arbeitet ständig daran, den Besucherkomfort und die Abläufe weiter zu verbessern.

Während der Wartezeit gibt Ihnen Ihr Gastgeber gerne zusätzliche Erklärungen zur Schlacht im Empfangsbereich, oder Sie können in unserem Museumsshop stöbern, wo Sie zahlreiche Bücher und Souvenirs finden.

Gruppenbesuche

Unser Museum ist klein und kann keine kompletten Busgruppen aufnehmen.
Um den Komfort aller Besucher zu gewährleisten, sind Gruppen auf maximal 15 Personen begrenzt.

Größere Gruppen können aufgeteilt werden: Während eine Gruppe das Museum besichtigt, kann die andere mit einem Reiseleiter die Gedenkstelen in der Umgebung erkunden (je nach Verfügbarkeit und Transportmittel).

Bitte setzen Sie sich vorab mit uns in Verbindung, damit wir Ihren Besuch bestmöglich organisieren können.

Einrichtungen in der Nähe

Ein kostenloser Parkplatz steht am Museum zur Verfügung, weitere Parkmöglichkeiten finden Sie in der Nähe. Ein Picknicktisch steht ebenfalls bereit.
Das Dorf Saint‑Martin‑des‑Besaces ist nur 5 Minuten zu Fuß entfernt und bietet einen kleinen Supermarkt, eine Bar‑Tabak‑Boutique, zwei Metzgereien, eine Bäckerei und einen Blumenladen – alle am Sonntagmorgen geöffnet.
Eine 24‑Stunden‑Tankstelle befindet sich weniger als 100 Meter vom Museum entfernt.

Häufig gestellte Fragen

Kann man das Museum ohne Audioguide besichtigen?

Ja, aber das wird nicht empfohlen. Die Tonspur ist mit der Lichtinszenierung synchronisiert und erzählt die Geschichte der Schlacht. Ohne Ton und Beleuchtung verliert die Ausstellung ihren Sinn.

 

Gibt es Restaurants in der Nähe?

In Saint‑Martin‑des‑Besaces gibt es kein Restaurant, aber während der Hochsaison bietet der Campingplatz „Sous les étoiles“ (weniger als 500 m entfernt) Mahlzeiten an.
Zudem gibt es zwei Pizzaautomaten in der Nähe und jeden Dienstag steht ein Foodtruck vor dem Museum.

 

Sind Hunde erlaubt?

Grundsätzlich nicht, insbesondere bei gleichzeitig anwesenden Besuchern.
Saubere, angeleinte Hunde sind jedoch erlaubt, wenn Sie die einzigen Besucher sind. Sie sind für das Verhalten Ihres Tieres verantwortlich.

 

Darf ich fotografieren?

Ja, Fotografieren ist erlaubt, aber die Beleuchtung ist gedämpft. Die Verwendung von Blitzlicht ist verboten, um andere Besucher nicht zu stören.

 

Ist das Museum barrierefrei?

Ja. Das Gebäude ist ebenerdig, ohne Stufen oder Treppen, und verfügt über barrierefreie Toiletten für Rollstuhlfahrer.

 

Ich bin Motorradfahrer – kann ich Helm und Gepäck abgeben?

Ja. Sie können Ihre persönlichen Gegenstände kostenlos an der Rezeption hinterlegen.

Das Museum
21 Mar

Das Museum

Das Museum des Durchbruchs im Bocage ist ein Erinnerungsort, der den Männern gewidmet ist, die während der Operation Bluecoat (Ende Juli/Anfang August 1944) für die Befreiung des Bocage kämpften. Diese Operation ermöglichte die Einkesselung der deutschen 7. Armee in der Falaise-Tasche im August 1944. Im Jahr 1983 öffnete das Museum seine Türen im Dachgeschoss der Schule von Saint-Martin-des-Besaces. Das heutige Gebäude wurde 1994 anlässlich des 50. Jahrestages der Landung in der Normandie eingeweiht. Die Einrichtung wird vollständig von Freiwilligen betrieben.

Operation Bluecoat: ein großer britischer Erfolg nach der Landung
In acht Ausstellungsbereichen und durch eine Ton- und Lichtinszenierung können Sie das beeindruckende Abenteuer der britischen Soldaten und das Alltagsleben der Bewohner des Bocage während der Besatzungszeit von 1939 bis 1944 erleben. Mit Sammlungen, die regelmäßig durch Veteranen und ihre Familien erweitert werden, können Sie erneut in das Geschehen dieses bedeutenden militärischen Erfolges eintauchen, der den Lauf der Geschichte veränderte.

Adresse

Musée de La Percée du Bocage
9, rue du 19 Mars 1962
Saint-Martin-des-Besaces
14350 Souleuvre-en-Bocage
FRANCE
Tél. : +33 2 31 67 52 78

Nous soutenir

Le Musée de La Percée du Bocage est géré par des bénévoles passionnés désireux de transmettre le devoir de mémoire au plus grand nombre. Si vous souhaitez nous soutenir dans notre démarche, n'hésitez pas à faire un don en cliquant sur le bouton ci-dessous.

Avis

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